Players Championship 17: Suljovic erst im Halbfinale unglücklich gebremst

Mensur Suljovic hat sich bei der heutigen 17. Players Championship des Jahres eindrucksvoll zurückgemeldet. Im Citywest Hotel von Dublin erreichte der Wiener das Halbfinale und vergab am Ende sogar eine Möglichkeit, um in sein erstes Endspiel einzuziehen. Seit der Sommerpause konnte er bis zu diesem Turnier nur drei seiner sieben Matches gewinnen. Dieser leichte Abwärtstrend nach einer tollen ersten Jahreshälfte dürfte nun aber wieder Geschichte sein.

Der 43-jährige bestach im gesamten Turnierverlauf durch konstant gutes Scoring und eine Starke Sicherheit auf den Doppeln. Durch diesen Erfolg rückt er auf Platz 26 der Weltrangliste vor und bricht damit weiter die eigenen aufgestellten Rekorde eines deutschsprachigen Spielers. Es ist das fünfte Halbfinale für die österreichische Nummer Eins bei der PDC. Auch die beiden anderen Österreicher verkauften sich gut, auch wenn die Ergebnisse nicht unbedingt stimmten.

Finale nur knapp verpasst

Suljovic war als Nummer 19 gesetzt und bekam es an Board 16 zunächst mit Arron Monk zu tun. Der Engländer gab vor einer Woche nach einer längeren Sperre sein Comeback auf der Tour und war nicht zu unterschätzen. Gegen ihn siegte der „Gentle“ 6:2. Es folgte jeweils ein 6:4 über Robert Owen und Joe Cullen, das bedeutete das Achtelfinale. Dort traf der gebürtige Serbe auf den Mann, dem er auch am Montag in der ersten Runde des World Grand Prix begegnen wird: James Wade. In einem hochklassigen Spiel rang Suljovic die Nummer Sechs der Welt mit 6:5 nieder und stand damit unter den letzten acht.

Der junge Engländer Josh Payne war hier sein Herausforderer. Auch ihn konnte er mit 6:4 bezwingen. Das bedeutete das zweite Halbfinale für Suljovic im Jahr 2015. Dort war dann nach einer tollen Partie und trotz einem Schnitt von 100 Punkten mit 5:6 gegen Ian White Endstation. In den ersten sechs Legs scorte Suljovic besser, dennoch hieß es 3:3. Anschließend vergab der Österreicher drei Gelegenheiten zum Break, konnte jedoch wenig später zum 4:4 ausgleichen. White erhöhte mit einem 12 Darter zur neuerlichen Führung den Druck, Suljovic brachte jedoch erneut seinen Wurf durch und das elfte Leg musste entscheiden. Der Wiener bekam die Chance auf die Doppel 18 für ein 116er Finish, traf allerdings nur die einfache 18. Im Gegenzug checkte der Kontrahent 56 zum Sieg.

Rodriguez-Brüder scheitern an Wade

Erneut am selben Board landeten die Brüder Rowby-John und Roxy-James Rodriguez. Zu einem Duell der beiden hätte es in der zweiten Runde kommen können, James Wade machte jedoch beiden einen Strich durch die Rechnung. Zunächst bekam es Rowby-John mit dem achtfachen Major-Sieger zu tun und machte eine gute Partie. Im Entscheidungsleg konnte sich „Little John“ nur 71 stellen und musste zusehen, wie „The Machine“ 76 zum 6:5 auswarf. Während dessen gewann Roxy-James Rodriguez sein Erstrundenmatch 6:3 gegen Jim Walker. Für ihn ging es unter den letzten 64 ebenfalls gegen Wade und auch er konnte ihn nicht in die Knie zwingen. „The Chainsaw“ verkaufte sich gut, musste aber dennoch eine 4:6 Niederlage einstecken. In den ersten vier Legs konnte keiner sein Service halten, so dass es 2:2 stand. Rodriguez hatte eine Möglichkeit zum 3:1 vergeben. Danach blieb die Partie weiter offen, Österreichs Nummer Drei hielt sehr gut mit, traf aber im Schlussspurt die Doppel nicht mehr. So verpasste der 23-jährige ein 79er Finish zum 4:3 und ließ im zehnten Leg noch sieben weitere Male das gewünschte Doppel für das 5:5 aus. Dieses Geschenk nahm Wade schließlich an und brachte sich eine Runde weiter.

Spielen die beiden Brüder bei der morgigen Players Championship am gleichen Spielort ähnlich gut, ist beiden einiges zuzutrauen. Genau so wie Mensur Suljovic, der wieder einmal gezeigt hat, dass man ihn nie abschreiben sollte und das er immer wieder einen Weg findet, um zurückzukommen.

Comments

comments